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Wohnen

Einbrüche in Luxemburg: Gute Vorbeugungsmaßnahmen

30. Juni 2026
Als Eigentümer oder Mieter eines Hauses oder einer Wohnung fragen Sie sich manchmal, ob Sie bei Ihrer Rückkehr eine böse Überraschung erleben, wenn Sie Ihre Wohnung verlassen. Dies gilt insbesondere für bestimmte Jahreszeiten wie die Einbruchsaison im Sommer, wenn die Rückkehr aus dem Urlaub für viele Menschen ein Alptraum ist. Im Folgenden finden Sie einige Tipps, wie Sie Ihr Zuhause so sicher wie möglich machen können.

Die großherzogliche Polizei zählte im Jahr 2025 fast 3808 Einbrüche und Einbruchsversuche.
Der Großteil dieser Diebstähle (1576) ereignete sich in sogenannten bewohnten Häusern. Sehen wir uns an, wie Sie das Risiko eines Diebstahls in Ihrem Zuhause minimieren können.

*Quelle: Tätigkeitsbericht der großherzoglichen Polizei für das Jahr 2025

Wie kann man sich vor Einbrüchen schützen?
Ein Alarm- und Überwachungssystem installieren

Das ist das Erste, woran man denkt, wenn man sich vor Einbrüchen schützen möchte. Auch wenn dadurch Einbruchsversuche abgewehrt werden können, reichen Alarm- und Fernüberwachungssysteme allein leider nicht aus. Zwar können sie innerhalb weniger Sekunden einen Sicherheitsdienst, die Polizei oder Sie selbst alarmieren, doch bleibt den Einbrechern dennoch ein Zeitfenster, um etwas zu entwenden.

Um die Wirksamkeit Ihres Systems zu erhöhen, sollten Sie daran denken, passive Infrarot-Bewegungsmelder (PIR) an strategischen Stellen in Ihrer Wohnung anzubringen. Diese Geräte erkennen Wärmeveränderungen und können eine Fläche von bis zu 133 m² abdecken. Eine vernetzte Videoüberwachung ergänzt dieses System ideal, da sie es Ihnen ermöglicht, in Echtzeit zu verfolgen, was bei Ihnen zu Hause vor sich geht.

Wir empfehlen Ihnen daher diese Geräte als Ergänzung zu einem umfassenderen Schutz, insbesondere in Bezug auf alle Zugangspunkte zu Ihrem Zuhause.

Die Haustür sichern

Der erste Zugangspunkt ist Ihre Haustür. Diese muss sowohl hinsichtlich des Materials als auch der Scharniere stabil sein. Deshalb empfiehlt es sich, eine gepanzerte oder einbruchhemmende Tür zu installieren. Eine verstärkte Tür verbessert nicht nur die Schall- und Wärmedämmung Ihrer Wohnung, sondern schreckt Einbrecher auch schnell ab. Wie können Sie sich von ihrer Stabilität überzeugen?

Hier sind die wesentlichen Aspekte, auf die Sie achten sollten, um Ihre Tür zu verstärken:

  • Die Tür selbst: Ein dickes Material wie Schwermetall macht die Tür weniger zerbrechlich und wesentlich schwerer aufzubrechen.
  • Das Schloss und der Sicherheitszylinder: Ein Mehrpunktverriegelungssystem (mindestens 3 Punkte, bis zu 9 Punkte) ist unverzichtbar. Entscheiden Sie sich für einen Zylinder, der als pick-, bohr- und ausreißsicher zertifiziert ist, mit patentierten Schlüsseln, um illegales Kopieren zu verhindern.
  • Die Anti-Zangen-Eckprofile: Sie werden an der Außenseite und am Rand Ihrer Tür befestigt und verhindern, dass Werkzeuge oder Brechstangen zwischen Türrahmen und Türflügel eingeführt werden können.

Aushebe-sichere Scharniere, Scharnierschutzvorrichtungen und Schwellenstangen vervollständigen diese Vorrichtung, indem sie die für Einbrecher nutzbaren Zwischenräume auf ein Minimum reduzieren. Denken Sie auch daran, einen Türspaltöffner anzubringen, um die Identität von Besuchern zu überprüfen, bevor Sie die Tür vollständig öffnen.

Einbruchschutz für Fenster

Sobald Sie Ihre Haustür gesichert haben, sollten Sie denselben Reflex auch bei den anderen Zugangspunkten zu Ihrer Wohnung anwenden, insbesondere bei Ihren Fenstern.
Zusätzlich zum Schließen Ihrer Rollläden während Ihrer Abwesenheit können Sie sich bei der Montage Ihrer Fenster für den Einbau von einbruchhemmendem Glas entscheiden. Im Gegensatz zu herkömmlichem Glas zerbricht einbruchhemmendes Glas bei einem Angriff nicht in tausend Stücke. Die Festigkeit und die Anzahl der im Glas enthaltenen Klebefolien (PVB-Folien) sorgen dafür, dass die Glassplitter zusammenhalten und somit einer Vielzahl von Schlägen standhalten.
Zudem dient es dazu, Lärm von außen zu dämpfen, UV-Strahlen abzuhalten und die Wärmedämmung Ihres Hauses zu verbessern.

Vernachlässigen Sie das Garagentor nicht

Es ist vielleicht der Zugang, an den man am wenigsten denkt, und paradoxerweise bieten Garagentore oft nur geringen Einbruchschutz. Dabei dienen sie doch dem Schutz von Fahrzeugen oder wertvollem Eigentum und verhindern sogar den Zugang zu Ihrem Wohnhaus. Es erscheint daher notwendig, Ihr Garagentor mit einem Sicherheitssystem auszustatten, das auf den jeweiligen Typ (Rolltor, Schwingtor, Schiebetor, Sektionaltor…) abgestimmt ist.

Die Installation eines Bodenankers ist derzeit die beste Lösung, um ein Herausreißen oder Anheben Ihres Garagentors zu verhindern.

Heimautomatisierung nutzen

Wenn Sie sich auf niemanden verlassen können, können Sie ein Hausautomationssystem installieren, das Sie über Ihr Smartphone fernsteuern. Rollläden öffnen, mit der Beleuchtung spielen, Ihre Multimedia-Geräte bedienen (den Fernseher einschalten oder Musik abspielen) oder sogar die Gartenbewässerung starten: Alles eignet sich dazu, Ihre Anwesenheit vorzutäuschen.

Dieser intelligente Anwesenheitssimulator ahmt Ihr tägliches Verhalten auf zufällige und glaubwürdige Weise nach und vermittelt so den Eindruck, dass Ihr Zuhause bewohnt ist. Das Ein- und Ausschalten der Beleuchtung zu unterschiedlichen Zeiten, das programmierte Öffnen der Rollläden oder das Abspielen von Musik bilden eine erste wirksame Abschreckung gegen Einbrüche.

Darüber hinaus ermöglicht Ihnen die Hausautomation, Ihre Alarmanlage aus der Ferne zu aktivieren, bei einem Einbruch benachrichtigt zu werden und sogar live zu verfolgen, was Ihre Überwachungskameras aufnehmen.

Den Keller nicht vergessen

Gemeinschaftsräume wie Keller werden in Sachen Sicherheit oft vernachlässigt. Dabei sind sie häufig das Ziel von Einbrechern. Hier sind einige Tipps, um die Sicherheit Ihres Kellers zu erhöhen:

  • Schließen Sie die Kellertür immer ab. Das mag selbstverständlich klingen, aber es ist wichtig, dass Sie sicherstellen, dass die Kellertür verschlossen bleibt, auch wenn Sie den Keller nicht häufig nutzen.
  • Installieren Sie ein Sicherheitssystem. Eine Alarmanlage oder eine Überwachungskamera kann Einbrecher abschrecken.
  • Vermeiden Sie es, Wertsachen zu lagern. Bewahren Sie nach Möglichkeit keine wertvollen Gegenstände in Ihrem Keller auf. Ist dies unvermeidbar, stellen Sie sicher, dass sie gut versteckt oder gesichert sind.
  • Seien Sie wachsam. Achten Sie auf verdächtige Aktivitäten in den Gemeinschaftsbereichen Ihrer Wohnanlage und melden Sie Bedenken der Polizei.

Diese Maßnahmen mögen einfach erscheinen, können aber einen echten Unterschied in Sachen Sicherheit ausmachen.

Über seine Abwesenheit informieren
Die Nachbarn über seinen Urlaub informieren

Wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihren Nachbarn haben, können diese sich als wertvolle Verbündete gegen Einbrecher erweisen, die in der Nähe Ihres Grundstücks ihr Unwesen treiben. Informieren Sie Ihre Nachbarn über Ihre Abwesenheit und bitten Sie sie, wenn möglich, einen Rundgang um Ihr Haus zu machen, Ihre Post aus dem Briefkasten zu holen, Ihre Rollläden zu öffnen und zu schließen oder Ihre Haustiere zu füttern. Diese Maßnahmen täuschen eine Anwesenheit vor und schrecken Einbrecher ab, die Ihr Haus ins Visier genommen haben könnten.

Vermeiden Sie es außerdem, Ihre Abreise in den sozialen Netzwerken anzukündigen: Diese Informationen lassen sich leicht nutzen, um unbewohnte Häuser ausfindig zu machen.


Die Polizeistation über seine Abreise benachrichtigen

Sie können die Polizei auch über Ihre Abreise in den Urlaub informieren. Diese kann Ihre Adresse dann in ihren Überwachungsrundgang aufnehmen und so Ihren Schutz vor Einbruch während Ihrer Abwesenheit verstärken.

Sind Sie gut gegen Diebstahl versichert?

Vergewissern Sie sich, dass Sie eine Hausratversicherung abgeschlossen haben, die - in der Regel im Rahmen der Basisversicherung - Diebstahl, versuchten Diebstahl und Vandalismus abdeckt. So können Sie entschädigt werden, wenn Sie trotz der getroffenen Vorsichtsmaßnahmen Opfer eines Einbruchs werden.
Zögern Sie nicht, mit Ihrem Versicherer den Wert Ihrer versicherten Güter zu überprüfen, um den Deckungsschutz Ihrer Hausratversicherung an den tatsächlichen Wert der sich in Ihrer Wohnung befindlichen Gegenstände anzupassen.

Dies ist eine nicht erschöpfende Liste von Punkten, auf die Sie achten sollten, aber sie bildet eine ausgezeichnete Grundlage, um Ihr Zuhause bestmöglich zu schützen.

Dieser Artikel wurde ursprünglich im August 2022 veröffentlicht und im Juni 2026 aktualisiert.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Einbruch
Welche Anzeichen wecken das Interesse von Einbrechern?

Einbrecher erkennen verschiedene Anzeichen, die auf eine längere Abwesenheit hindeuten. Ein überquellender Briefkasten, mehrere Tage hintereinander tagsüber geschlossene Rollläden oder das völlige Fehlen von Licht am Abend sind allesamt Warnsignale. Auch soziale Netzwerke stellen ein großes Risiko dar: Wenn Sie Ihre Urlaubsfotos in Echtzeit teilen oder Ihre Abreise ankündigen, informieren Sie die Einbrecher damit direkt über Ihre Abwesenheit. Ebenso ziehen ein ungepflegter Garten, nicht herausgestellte oder wieder hereingestellte Mülltonnen oder eine sichtbare Ansammlung von Paketen vor der Haustür die Aufmerksamkeit derjenigen auf sich, die Wohngebiete im Auge behalten.

Zu welcher Uhrzeit finden die meisten Einbrüche statt?

Entgegen der landläufigen Meinung ereignen sich die meisten Einbrüche tagsüber, vor allem zwischen 10 und 17 Uhr, wenn die Bewohner wegen der Arbeit oder ihrer täglichen Aktivitäten nicht zu Hause sind. Etwa 60 % der Einbrüche finden in diesen Stunden statt, da die Einbrecher die Abwesenheit der Bewohner nutzen, um ungestört zu agieren. Der späte Nachmittag, insbesondere zwischen 14 und 17 Uhr, ist dafür besonders günstig. Einbrüche in der Nacht sind zwar seltener, finden jedoch in der Regel zwischen 21 Uhr und 7 Uhr morgens statt, wobei das Risiko in den Wintermonaten, in denen es früher dunkel wird, erhöht ist.

Was schreckt Einbrecher am meisten ab?

Sichtbare Alarmanlagen und Fernüberwachung sind die wichtigsten Abschreckungsmittel, da sie das Risiko, entdeckt zu werden, erheblich erhöhen. Auch die Anwesenheit eines Hundes, selbst eines kleinen, stellt ein großes Hindernis dar: Das Bellen alarmiert die Nachbarschaft und stört den Einbruch. Eine wachsame und solidarische Nachbarschaft spielt bei der Prävention eine entscheidende Rolle, ebenso wie gut sichtbare Überwachungskameras. Physische Sicherheitsvorkehrungen (gepanzerte Türen, einbruchhemmende Verglasung, verstärkte Rollläden) schrecken Einbrecher ebenfalls ab, die einfache Ziele bevorzugen. Schließlich veranlassen Anzeichen regelmäßiger Anwesenheit (Auto in der Einfahrt, programmierte Beleuchtung, Bewegung der Vorhänge) sie dazu, aufzugeben und sich ein anfälligeres Haus zu suchen.

Welche Gegenstände werden bei Einbrüchen am häufigsten gestohlen?

Bargeld steht an erster Stelle der gestohlenen Gegenstände, da es nicht zurückverfolgt werden kann und leicht zu transportieren ist. Auch Schmuck und Uhren gehören zu den begehrtesten Gegenständen; sie werden aufgrund ihres hohen Werts und ihrer geringen Größe bei fast 45 % der Einbrüche gestohlen. Elektronische Geräte (Laptops, Tablets, Smartphones) sind ebenfalls sehr begehrt, da sie sich schnell weiterverkaufen lassen. Bankkarten und Zahlungsmittel gehören zu den bevorzugten Zielen, weshalb es wichtig ist, diese umgehend sperren zu lassen. Um die Identifizierung und Erstattung Ihrer Gegenstände zu erleichtern, sollten Sie daran denken, die Kaufbelege aufzubewahren und die Seriennummern Ihrer elektronischen Geräte und Wertsachen zu notieren.

Wie erhält man nach einem Einbruch eine Entschädigung?

Sobald Sie den Einbruch bemerken, ist es wichtig, bei der zuständigen Polizeibehörde Anzeige zu erstatten und die Empfangsbestätigung der Anzeige aufzubewahren. Außerdem müssen Sie den Schadenfall innerhalb von acht Tagen nach seinem Eintritt bei Ihrem Versicherer melden, außer im Falle höherer Gewalt. Um die Bearbeitung des Falls zu erleichtern, sollten Sie alle Unterlagen zusammenstellen, die das Vorhandensein und den Wert der beschädigten oder gestohlenen Gegenstände belegen: Kaufbelege, Fotos, Eigentumsnachweise und eine detaillierte Aufstellung der betroffenen Gegenstände. Die Schäden werden einvernehmlich oder durch ein Gutachten bewertet, und die Entschädigung wird gemäß den in Ihrem Vertrag vorgesehenen Deckungsumfängen und Höchstbeträgen festgelegt. Das Aufbewahren Ihrer Belege trägt in der Regel dazu bei, die Schadenregulierung zu vereinfachen und zu beschleunigen.