Wohnen

Wie kann man sein Zuhause vor Einbrüchen schützen?

12. August 2021
Mobilität
Als Eigentümer oder Mieter eines Hauses oder einer Wohnung fragen Sie sich manchmal, ob Sie bei Ihrer Rückkehr eine böse Überraschung erleben, wenn Sie Ihre Wohnung verlassen. Dies gilt insbesondere für bestimmte Jahreszeiten wie die Einbruchsaison im Sommer, wenn die Rückkehr aus dem Urlaub für viele Menschen ein Alptraum ist. Im Folgenden finden Sie einige Tipps, wie Sie Ihr Zuhause so sicher wie möglich machen können.

Obwohl die gesundheitliche Lage wahrscheinlich dazu beigetragen hat, diese Zahl deutlich zu senken (-19 % gegenüber 2019), meldet die Großherzogliche Polizei 1.638 Einbrüche im Jahr 2020.
Die meisten dieser Diebstähle (1.076) fanden in so genannten bewohnten Häusern statt. Wir wollen uns ansehen, wie Sie das Risiko eines Diebstahls in Ihrem Zuhause minimieren können.

Ihre besten Verbündeten sind Ihre Nachbarn

Wenn Sie in der glücklichen Lage sind, über gute Beziehungen zu Ihren Nachbarn zu verfügen, können diese gute Verbündete im Kampf gegen diejenigen sein, die um Ihr Grundstück herumschleichen. Halten Sie sie über Ihre Abwesenheit auf dem Laufenden und bitten Sie sie, nach Möglichkeit bei Ihnen zu Hause vorbeizuschauen, Ihre Post abzuholen, die Rollläden bzw. Fensterläden zu öffnen und zu schließen oder Ihre Haustiere zu füttern. Dies simuliert eine Anwesenheit und schreckt Einbrecher ab, die auf Ihr Zuhause aufmerksam geworden sein könnten. Ihre Nachbarn können Sie jederzeit über verdächtige Ereignisse informieren.

Sie können auch die Polizei benachrichtigen, wenn Sie in den Urlaub fahren, und sie kann Ihre Adresse in ihre Überwachungsrunde aufnehmen.

Alarm- und Überwachungssystem zu Ihrer Warnung

An diese Systeme denkt man als erstes, wenn man sich vor Einbrechern schützen will. Auch wenn sie dazu beitragen, Einbruchsversuche zu verhindern, sind Alarm- und Fernüberwachungssysteme allein aber leider nicht ausreichend. Zwar ermöglichen Ihnen diese Systeme, in Sekundenschnelle ein Sicherheitsunternehmen, die Polizei oder Sie selbst zu alarmieren, lassen den Dieben aber immer noch Zeit, etwas von Ihnen zu stehlen.

Wir empfehlen diese Vorrichtungen daher als Ergänzung für einem umfassenderen Schutz, insbesondere zum Schutz aller Zugangspunkte zu Ihrem Zuhause.

Ihre Haustür als letzter Einbruchschutz

Der erste Zugang zu Ihrem Zuhause, Ihre Haustür, ist der erste Einbruchschutz gegen ungebetene Gäste. Die Tür muss sowohl vom Material als auch von den Scharnieren her massiv sein, weshalb es ratsam ist, sich mit einer gepanzerten oder einbruchhemmenden Tür auszustatten.
Die verstärkte Tür verbessert nicht nur die Schall- und Wärmedämmung Ihres Hauses, sondern schreckt auch Einbrecher schnell ab. Wie kann ich sicher sein, dass meine Tür entsprechend massiv ist?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihre Tür verstärken können:

  • Die Tür selbst: dickes Material wie Schwermetalle machen die Tür weniger zerbrechlich und viel schwieriger zu bewegen.
  • Das Schloss: ein 3-Punkt-Schloss ist die Mindestanforderung, wobei dies bis zu einem 9-Punkt-Schloss steigerungsfähig ist.
  • Die Türangeln: das sind die Metallscharniere, an denen die Tür aufgehängt wird. Durch den Einbau von aushängsicheren Türbändern (die den oberen Teil blockieren) verhindern Sie Versuche, Ihre Tür auszuheben. Durch die Verstärkung tragen diese Scharniere eine dicke und schwere Tür.
  • Angeln: bringen Sie Schutzvorrichtungen der Türangeln (oder Bandverstärkungen) in Form von Zapfen an, damit die Tür beim Schließen nicht aus den Angeln gehoben werden kann, weil kein Spielraum vorhanden ist.
  • Klemmwinkel: wie bei den beiden vorgenannten Vorrichtungen verhindert die Anbringung von Anti-Klemmwinkel an der Außenseite der Tür und an der Türkante, dass Werkzeuge oder Nageleisen (Brechstangen) zwischen Rahmen und Tür gelangen.
  • Schwellenleisten: um den Abstand zwischen Tür und Rahmen so gering wie möglich zu halten, können Sie eine Schwellenleiste anbringen, die den Höhenunterschied zwischen dem Innen- und Außenboden der Tür ausgleicht.

Ihre Fenster als Schutzschilde

Sobald Sie Ihre Tür gesichert haben, sollten Sie das Gleiche für die anderen Zugänge zu Ihrem Haus tun, insbesondere für Ihre Fenster.
Zusätzlich zum Schließen der Rollläden bzw. Fensterläden bei Abwesenheit können Sie sich beim Einbau Ihrer Fenster für eine einbruchhemmende Verglasung entscheiden. Im Gegensatz zu herkömmlichem Glas zerspringt einbruchhemmendes Glas bei einem Angriff nicht in Millionen Stücke. Dies liegt daran, dass die Stärke und die Menge der im Glas vorhandenen Klebefolien (PVB-Folien) es ermöglichen, dass die Glassplitter haften bleiben und somit einer großen Anzahl von Stößen standhalten.
Dies stellt auch eine Möglichkeit dar, die Lärmbelästigung von außen zu begrenzen, ultraviolette Strahlen zu stoppen und die Wärmedämmung Ihres Hauses zu verbessern.

Das Garagentor, ein Zugang, der nicht vernachlässigt werden sollte

Hierbei handelt es sich vielleicht um denjenigen Zugang, an den am wenigsten gedacht wird, und paradoxerweise bieten Garagentore oft wenig Widerstand gegen Einbrüche. Sie können aber dazu dienen, wertvolle Fahrzeuge oder Geräte zu schützen oder sogar den Zugang zu Ihrem Haus zu verhindern. Es ist daher notwendig, Ihr Garagentor je nach Typ (Rolltor, Schwingtor, Schiebetor, Sektionaltor...) mit einem Sicherheitssystem auszustatten.
Der Einbau eines Bodenverankerungspunktes stellt derzeit die beste Lösung dar, um zu verhindern, dass Ihr Garagentor herausgerissen oder aufgehebelt wird.

Hausautomatisierung für die Simulierung täglichen Lebens

Wenn Sie sich nicht auf jemanden verlassen können, können Sie ein Hausautomatisierungssystem installieren, das Sie über Ihr Mobiltelefon fernsteuern können. Das Öffnen der Rollläden, das Spiel mit der Beleuchtung, das Bedienen der Multimediageräte (Einschalten des Fernsehers oder Abspielen von Musik) oder auch das Einschalten der Bewässerungsanlage im Garten - alles eignet sich dazu, Ihre Anwesenheit vorzutäuschen.

Darüber hinaus können Sie mit der Hausautomatisierung Ihr Alarmsystem aus der Ferne aktivieren, sich im Falle eines Einbruchs benachrichtigen lassen oder sogar live sehen, was Ihre Überwachungskameras filmen.

Sind Sie gut gegen Diebstahl versichert?

Vergewissern Sie sich, dass Sie eine Hausratversicherung abgeschlossen haben, die - in der Regel im Rahmen der Basisversicherung - Diebstahl, versuchten Diebstahl und Vandalismus abdeckt. So können Sie entschädigt werden, wenn Sie trotz der getroffenen Vorsichtsmaßnahmen Opfer eines Einbruchs werden.
Zögern Sie nicht, mit Ihrem Versicherer den Wert Ihrer versicherten Güter zu überprüfen, um den Deckungsschutz Ihrer Hausratversicherung an den tatsächlichen Wert der sich in Ihrer Wohnung befindlichen Gegenstände anzupassen.

Diese Liste von Punkten, auf die geachtet werden sollte, ist nicht erschöpfend, aber sie bietet eine hervorragende Grundlage für ein gutes Gefühl. Wenn Sie das Notwendige getan haben, können Sie Ihre Wohnung demnächst in Ruhe verlassen.